Über die derzeitige Mode Herbst 1914


Über Mode  zu sprechen ist in diesen ernsten Zeiten nicht angebracht. Die kalte Jahreszeit erfordert aber doch oft allerlei Neuanschaffungen. Hierfür wird es nötig sein, sich darüber zu informieren, was man in diesem Winter trägt. Man kann vorjährige Mäntel und Kostüme ohne Änderung auftragen, denn die Formen sind im Allgemeinen ziemlich die Gleichen geblieben.
Die Röcke werden allmählich weiter. Zwar diejenigen mit langer Tunika werden nur ganz allmählich weiter     (etwa 180cm), aber glatte Röcke fangen an, bedeutend stoffreicher zu werden und man spricht schon von einer Weite von 2 bis 3m.

 Unter den Jacken gibt es viel lange, anliegende Formen, doch auch die Glockenform wird getragen. An die Tagesereignisse anknüpfend, hat man Kostüme und Mäntel im Stil der Uniformen aller Waffengattungen geschaffen - aus feldgrauem Tuch, mit Paspel in Militärfarben, Tressen und Knöpfen garniert.
Feldgrau und Militärgrau sind bevorzugte Farben; außerdem trägt man Maulwurfsgrau, Dunkelblau; Graublau, Braun in allen Schattierungen, Olivengrün und ein dunkles Forstgrün- meist gedämpfte, unauffällige Töne, wie überhaupt die ganze Mode eine erfreuliche Einfachheit betont.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Mit dem Abschicken eines Kommentars akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung.