Weihnachtsbasteleien

Haselnüsse an unsichtbaren Fäden 1896  

Ein hübscher Schmuck für Christbäume sind vergoldete Haselnüsse an feinen dunklen Schnüren. Wir nehmen schwarzes Wollgarn, befestigen 3- 4 Nüsse mit gutem Siegellack an einem Faden, etwa 3 Zoll von einander entfernt und vergolden sie mit Schaumgold. Wir vergolden meistens mehrere hundert Nüsse, welche auf dem Baume, da die Fäden unsichtbar sind, wie goldene Tröpfchen aussehen.
Recht schöne, gleichmäßige Eicheln werden mit einem feinen Bohrer oder einer starken Stopfnadel vorsichtig der Länge nach durchbohrt, wie Perlen auf einen langen Faden gereiht und dann mit Goldbronze, welche mit ein wenig Lack verrührt ist, vergoldet.

Die leeren Hülsen der Bucheckern gleichen stacheligen, geöffneten Blumenkelchen mit glatter Innenseite. Diese Hülsen werden ebenfalls innen und außen mit Gold- oder Kupferbronze bestrichen. Dann werden sie an Draht befestigt und einzeln oder in Sträußchen vereinigt an die Zweige gebunden.

Auch reife Galläpfel, in Moosnestchen als kleine goldene Eier gelegt und an Draht schwebend befestigt, sehen allerliebst aus.

Kleine, festgeschlossene Tannenzapfen werden vergoldet, ebenso leere Eichelnäpfchen, in die man je eine rote Vogelbeere steckt.
Schnee für den Weihnachtsbaum 1912
Die hierzu verwendete Watte legt man in eine heiße gesättigte Lösung von Alaun und Wasser, knetet sie kräftig durch, läßt sie trocknen und lockert sie wieder. Soll die Watte angeklebt wrden, so benutzt man hierzu Dextrin.
Um den Eindruck des Glitzerns hervorzurufen, bestreut man die Watte mittels eines Siebes mit Kochsalz oder Alaun, Glimmerpulver oder Diamantstaub

 

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